In der Zwischenzeit paddelte Sohnmann sicher schon zwanzig Meter weiter, kehrte aber dann auch ziemlich schnell zurück. Der Manta kam überraschend nah und Quallen wollte er auch ausgemacht haben. Daran glaubte ich zuerst nicht, weil ich mich vorher beim kapitän erkundigt hatte. Dieser versicherte mir, dass es solche nur im Spätsommer im Übergang zum Herbst gäbe. Meine einschlägige Erfahrung mit dieser Art von Viechern wollte ich heute nicht wiederholen. So gab ich mich beruhigt und vergass wie man Sohn die potentiellen Gefahren und widmete mich der faszinierenden Fischarten um uns herum. Die Korallen selber hielten sich in vornehmer Eintönigkeit zurück. Alles erschien etwas beschlagen hellbraun. Von zauberhafter Farbenvielfalt keine Rede.
Auch am zweiten Ankerplatz gab es keine leuchtenden Farben. Immerhin bekam Jonas eine Schildkröte vor die Taucherbrille. Ich meinerseits machte eine überraschende Begegnung mit einer hirnlosen Qualle, was mich zum Rekordrückzug zurück auf das Boot veranlasste. Der Ausflug in die Unterwasserwelt war für mich damit erledigt. Mein Junge lachte mich nachher aus. Er hätte zahllose dieser Viecher gesehen. Kann ja gut sein, dass diese Art harmlos ist. Ich liess es gut sein und war froh, dass er ohne Verbrennungen davon gekommen ist. So kann unsere Reise ohne Qualen weitergehen.
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